Der König von Thailand wird 80 Jahre

gil Dezember 5th, 2007

Bhumibol - König von ThailandHerzlichen Glückwunsch! Der herschende König in Thailand, Bhumibol Adulyadej der Grosse, auch als Rama IX bekannt feiert heute seinen 80 Geburtstag. Der König von Thailand gilt nicht als „normaler“ Mensch, sondern befindet sich auf einer Art Zwischenstufe zwischen Mensch und Gottheit, also eines Halb-Gottes. Ersichtlich wird dies schon dadurch, dass im thailändischen für ihn statt der für die „normale“ Bevölkerung verwendeten Substantive und Verben besondere, sonst nur für Götter und Engel verwendeten Spezialwörter benutzt werden. Somit ist jegliche kritische oder missverständliche Äusserung über den König ein absolutes Tabu. Für mich unvorstellbar wie man jemanden so vergöttern kann aber auch hier, andere Kultur, andere Sitten. Wichtig, man soll es akzeptieren und wie wir alle bereits gelernt haben, ja nie etwas negatives gegen den König sagen, wobei man hier auch ganz nürchtern gestehen muss, dass es auch keinen Grund gibt irgendetwas negatives zu sagen. Er hat wirklich vieles gutes getan.

Natürlich könnte man an dieser Stelle über den König von Thailand ein Buch schreiben aber da gibt es ja auch bereits einige. ;-) Interessant finde ich noch, dass Bhumibol in deb USA geboren wurde aber bereits 1928, also als einjähriger Junge nach Bankgok zurückkehrte, da sein Vater stark erkrankte und 1 Jahr später auch bereits verstarb. Die Mutter brachte Bhumibol und seinen Bruder 1933 danach zur Ausbildung in die Schweiz nach Lausanne. Bhumibol kehrte 1938 zwar mit seinem Bruder für zwei Monate nach Thailand zurück, aber erst seit 1945 lebten beide wieder in ihrer Heimat.

Dort traf er zum ersten Mal Mom Rajawongse Sirikit Kitiyakara, die Tochter des thailändischen Botschafters in Frankreich. Bei einem Autounfall am Genfersee verlor er ein Auge, so dass er seit damals mit einem Glasauge lebt. Während seines Aufenthalts im Krankenhaus wurde er häufig von Sirikit, seiner zukünftigen Frau und Königin, besucht und diese leben bis heute glücklich zusammen.

Interessiert jemand die ganze Geschichte über den heutigen König in Thailand, dann findet man auf Wikipedia alle nötigen details.

Kindheitsbilder von König Bhumibol in Thailand Familie Bhumibol Eines der grossen Bilder - The king meets the king

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3 Responses to “Der König von Thailand wird 80 Jahre”

  1. Danielon 06 Dez 2007 at 10:31

    Mich nerven diese 2-wöchigen Feiern tierisch. Schon morgens bevor ich zur Arbeit gehe, fangen sie an, dieses ätzende Geburtstagslied zig mal hintereinander zu spielen, bis ich dann das Haus verlasse. Ich möchte gar nicht wissen, wie lange es danach noch weiter geht.

    In der Arbeitszeit stehen wir eine gefühlte Ewigkeit in der Kantine vor einem übergroßen Portrait dieses Halbgotts, lauschen Ansprachen und (sie) singen (die immer gleichen) Lieder.

    Gerade bei diese Art der Vergötterung (Taghut) stößt mir als Moslem ganz schön auf. Es gibt Dinge, die sind einfach falsch, Kultur hin oder her. Toleranz heißt ja nicht gleich Akzeptanz oder gar Respekt.

    Aber einfach Augen zu und durch. Bald ist es vorbei.

  2. joerg meisingeron 16 Dez 2007 at 00:20

    Sorry Daniel aber Toleranz heißt eben auch Respekt vor anderen Kuluturen, Du als Moslem erwartest doch auch daß man deiner Religion mit Repsekt gegenüber tritt, oder ist der Islam vielleicht doch nicht tolerant gegenüber anderen Relgionen?
    ich bin zwar Christ habe aber gerade den Buddhismus als außerst tolerante Religion kennengelernt und bin mit einer Buddhistin verheiratet.
    Gruß Jörg

  3. Danielon 16 Dez 2007 at 20:00

    Jörg, Toleranz und Respekt sind nicht das gleiche. Und nein, ich erwarte nicht, dass jemand meine Religion respektiert. Ich erwarte nur, dass man mir und den Angehörigen meiner Religion als Mensch mit einem entsprechenden Benehmen gegenübertritt. Dieses Benehmen bringe ich auch den Thais und ihrer Kultur entgegen, indem ich sie weder direkt noch indirekt beleidige.

    Du wirst auch in meinem Kommentar nur Ärger über das finden, was mir in der Art auf die Nerven geht, wie der Presslufthammer vor meinem Schlafzimmer. Eine Abwertung ist darin gewiss nicht enthalten. Wo ich allerdings abwerten muss, ist wenn einige Arbeitskollegen zu ihrem Saufgelage kleine Kinder mitnehmen. Das tue ich, weil ich als Mensch bei (universell) falschem Verhalten verpflichtet bin, den Mund aufzumachen. Da hört dann auch die Toleranz auf, jedoch immer noch nicht das gute Benehmen.

    Zum Wortverständnis: Wenn ich dich toleriere, ergreife ich keine Maßnahmen gegen dich. Tolerieren heißt Dulden. Respektieren heißt gut heißen. Die Fähigkeit zur Differenzierung zwischen beiden ist dem Großteil der Deutschen leider verloren gegangen. Darum wird bei uns so gut wie jede Kritik in bestimmten Bereichen mit dem Vorwurf der Diskriminierung und Feindseligkeit gleich totgeschlagen. Schlags mal nach.

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