Ayutthaya - die Legende Thailands
gil Juli 6th, 2007
Ein kulturelles aber eindrückliches Ausflugsziel, sei es für ein Tagesausflug von Bangkok oder bei einer Durchreise in den Norden, ist die alte Königsstadt Ayutthaya. Diese liegt ca. 80km nördlich von Bangkok und ist in ca. 2 Stunden mit dem Auto oder Bus erreichbar. Ebenfalls fährt ein Zug mehrmals täglich vom Bahnhof ab Hua Lamphong in ca. 90min. in die Stadt Ayuttaya.
Ayuttaya war 417 Jahre lang die Königsstadt von Siam (Thailand) wurde dann aber im Jahr 1767 von den burmesischen Truppen zerstört. Im 16. Jahrhundert kamen bereits europäische Kaufleute in die Stadt und berichteten voller Begeisterung vom Glanz und der Pracht der Architektur. Ayutthaya wurde eine Weltstadt mit drei Königspalästen, 375 Tempelanlagen und 94 Stadttoren, die von 29 Verteidigungsgebäuden geschützt wurde.
Geschichte
Insgesamt 35 Könige beherrschten mehr oder weniger grosse Gebiete Siams und erweiterten die Hauptstadt stetig. Unter König Narai (1657 – 1688) kamen jedoch erste Spannungen mit den Europäischen Mächten auf. Franzosen, Portugiesen, Briten, Holländer und Japaner bildeten ihre eigenen Stadtbezirke, abgesondert von den etwa 1 Million Siamesen der Hauptstadt.
Zwar begannen 1662 französische Missionare zunächst optimistisch ihr Werk, doch zwei Jahre später versuchten die Holländer über ihre Ostindien-Kompanie, den Siamesen den Handel mit Tierhäuten aus der Hand zu nehmen. 1680 wurde die französische Ostindien-Kompanie gegründet, was dazu führte, dass 1687 französische Truppen in Siam einzogen, um ein Hafenfort zu schützen. Nachdem der König schwer erkrankt war, kam es nach Thronstreitigkeiten zur Ernennung des Prinzen Phetracha (1688 – 1703) zum König.
Er gab der aufkommenden nationalistischen Partei nach, die entschlossen war, den ausländischen Einfluss zurückzudrängen. Constantine Phaulkon wurde hingerichtet und die französischen Truppen wurden vertrieben. In der Folgezeit schottete sich Siam über 130 Jahre gegen die Außenwelt ab. Danach nahm die Bedrohung durch die Konbaung-Dynastie der Burmesen zu.
Bereits 1760 wurde Ayutthaya belagert, zunächst vergeblich, doch 1766 kehrte König Hsinbyushin mit einer starken Streitmacht zurück und belagerte Ayutthaya mehr als ein Jahr. Am 7. April 1767 fiel Ayutthaya. Die vertriebenen Könige kehrten nicht mehr nach Ayuttaya zurück - die neue Hauptstadt hiess Bangkok. Die Überreste der damaligen Königspaläste sind heute in Form von Ruinen noch in Ayutthaya anzusehen.
p.s. 15 Jahre später wurden die Burmesen wieder aus Ayuttaya vertrieben.
google map: Ayuttaya
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