Religion - 94% Buddhismus

gil April 16th, 2007

junge Thai Mönche

Thailand ist ein Buddhistisches Land und mit über 18′000 Tempelanlagen (Wats) nehmen die Thailänder die Religion auch sehr ernst. Die thailändische Buddhistenlehre stammt von der ältesten noch existierenden Schultradition des Buddhismus, dass sogenante “Theravada”.

Theravada-Buddhismus stammt ursprünlich aus Sri Lanka, mit teilweise erheblichen lokalen bzw. regionalen Abwandlungen haben dies die Thais übernommen. Pāli ist die traditionelle „Kirchensprache“ in Thailand. Die heiligen Schriften sind in Pāli abgefasst, entweder in der modernen Thai-Schrift oder der älteren Khom- bzw. der Tham-Schrift. Pāli ist auch die „liturgische Sprache“ in den Zeremonien, obwohl die meisten Thai nur einen sehr geringen Teil dieser alten Sprache verstehen.

Thailand hat ca. 160.000 Mönche. Fast jeder männliche Thai, aber nur wenige Frauen, tretten einmal im Leben für mehrere Wochen in ein Kloster ein, um sich in der Meditation zu üben und sich den Regeln der Mönche unterziehen. Etwa ein Drittel der männlichen Jugendlichen zwischen 12 und 18 - 20 Jahren lebt für ein bis sechs Monaten als Novizen im Tempel und gehen von dort aus in besondere Mönchsschulen mit Schwerpunkt „Religionsunterricht“, aber auch mit anderen Fächern. Nach Beendigung der Schule legen die meisten von ihnen die orange Robe ab und kehren in die Gesellschaft zurück, um zu studieren, eine Lehre zu machen oder einen Job zu suchen.

Beim Übertritt in einen Tempel als Mönch, werden den jungen Männern die Haare rasiert und die ganze Familie nimmt an dieser für eine thailändische Familie sehr wichtigen Zeremonie Teil.

Andere Religionen genießen staatlichen Schutz: 4 % Moslems (überwiegend Malaien im Süden), 0,6 % Christen und ca. 65.000 Hindi (meist Inder). Nur 0,4 % bezeichnen sich als religionslos.

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